I. Pastoralreferent/in mit Praxisbegleitender Ausbildung

 

1. Voraussetzungen: Frauen und Männer zwischen 24 und 40 Jahren mit qualifiziertem Schulabschluss, abgeschlossener Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung können sich um die Ausbildung zur Pastoralreferentin/zum Pastoralreferenten bewerben. Die grundsätzliche Bereitschaft und Fähigkeit zur Mitarbeit im Bistum Münster sollte durch ehrenamtliche Tätigkeit nachgewiesen werden. Eine Übereinstimmung mit den Grundsätzen der katholischen Kirche gehört zu den Voraussetzungen.

2. Ausbildung: Die Ausbildung erfolgt in einer Pfarrgemeinde und im Institut für Diakonat und pastorale Dienste (IDP).

 

- Der/Die Pastoralassistent/in wird in einer Gemeinde des Bistums eingesetzt. Dies ist grundsätzlich

eine andere als die Heimat- oder Herkunftsgemeinde. Hier findet unter Anleitung des Pfarrers und

eines/r Mentor/in die praktische Ausbildung statt.

 

- Die theologische Ausbildung erfolgt durch das Studium der Theologie im Fernkurs der Domschule

Würzburg. Studientage im Institut für Diakonat und pastorale Dienste (IDP) und evtl. Lerngruppen

unterstützen und ergänzen das private Studium der Lernbriefe.

 

- Der Pastoralkurs umfasst die pastoraltheologische und die pastoralpsychologische Ausbildung: die

pastoraltheologische Ausbildung mit 10 Studienwochen, ergänzt durch Praxisgespräche, die pasto-

ralpsychologische Ausbildung mit 7 Studienwochen, ergänzt durch Gruppensupervisionen.

 

Im vierten Jahr erfolgt die religionspädagogische Ausbildung an Schulen im Primar- oder Sekundarbereich I unter der Leitung der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Bischöflichen Generalvikariats.

 

3. Einsatz und Aufgabenfelder: Der Einsatz nach der Ausbildung erfolgt in einer Pfarrgemeinde und schließt zur Mitarbeit im Pfarrverband grundsätzlich mit ein. Die Aufgabenfelder ergeben sich aus den Grunddiensten der Gemeinde: Verkündigung, Liturgie und Diakone. Der/Die Pastoralreferent/in ist Mitglied des Pfarrgemeinderates, der Seelsorgekonferenz, des Pfarrverbandsrates und der Pastoralkonferenz.

 

4. Bewerbungen: Bewerbungen sind bis zum 31.10. eines Jahres zu richten an das Institut für Diakonat und pastorale Dienste, Goldstrasse 30, 48147 Münster, Tel.: 0251/92 81 01. Ab dem 01.09. finden Informations- bzw. Vorstellungsgespräche nach telefonsicher Vereinbarung statt.

 

 

II. Pastoralreferent/in mit Fachhochschulausbildung: Über die Zugangsvoraussetzungen informiert der Prospekt der Katholischen Fachhochschule NRW, Fachbereich Theologie, zu beziehen bei:

Katholische Fachhochschule NRW, Sekretariat des Fachbereiches Theologie Paderborn, Leostr. 19,

33098 Paderborn.

 

III. Pastoralreferent/in mit Fachschulausbildung. Nähere Information im IDP Münster

 

IV. Pastoralreferent/in mit Hochschulstudium. Nähere Information im IDP Münster

 

 

1. Voraussetzungen: Für die Ausbildung zu Ständigen Diakonen können sich Männer bewerben, die ledig oder verheiratet sind, die sich in Ehe und Familie, Beruf und Gemeinde bewährt haben.

 

Die Berufung und Bereitschaft zum Dienst des Diakons zeigt sich im Entwickeln einer diakonischen Grundhaltung im familiären und beruflichen Leben sowie in ehrenamtlicher Tätigkeit in der Diakonie der Gemeinde. Grundlegend sind:

  • die Bereitschaft, sich von Menschen in Not treffen zu lassen, und die Fähigkeit, die individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen menschlicher Not bei der Hilfe einzubeziehen;

  • Kontaktfähigkeit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die Fähigkeit, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Diakonie der Gemeinde zu gewinnen und zu fördern.

Weitere Voraussetzungen sind die körperliche und psychische Gesundheit der Bewerber, die Zustimmung der Ehefrau und der Pfarrgemeinde zum Dienst des Diakons und die Übereinstimmung mit der Lebensordnung der kath. Kirche.

Das Mindestalter für die Zulassung zur Weihe ist für Verheiratete 35 Jahre. Zu Beginn der Ausbildung sollen verheiratete Bewerber nicht jünger als 30 Jahre nicht älter als 55 Jahre sein.

 

Für Unverheiratete, die sich zur Ehelosigkeit verpflichten, ist das Mindestalter für die Zulassung zur Weihe 25 Jahre. Zu Beginn der Ausbildung müssen sie mindestens 22 Jahre alt sein.

 

 

2. Ausbildung: Die Ausbildung erfolgt im Verlauf von 4 Jahren durch das Studium der Theologie im Fernkurs der Domschule Würzburg und die Teilnahme am Diakonatsbewerberkreis im Institut (IDP).

Für Bewerber mit abgeschlossener theologischer Ausbildung entfällt der Teilnahme am Fernkurs.

 

Die Ausbildung zum Ständigen Diakon im Hauptberuf setzt die Ausbildung zum Pastoralreferenten voraus. Sie erfolgt durch die Teilnahme am Diakonatsbewerberkreis über eine Zeitraum von 2 ½ Jahren.

 

2.1 Theologie im Fernkurs: Das Studium der Theologie im Fernkurs umfasst den Grundkurs und den Pastoralen Basiskurs. Jede Stufe des Fernkurses besteht aus 24 Lehrbriefen. Zu jedem Kurs gehören Studienwochenenden und eine Studienwoche.

Der Grundkurs und der Basiskurs schließen mit einer Prüfung ab.

 

2.2 Diakonatsbewerberkreis: Ziel des Diakonatsbewerberkreis ist, in menschlicher Begegnung und in gemeinsamer Erfahrung des Glaubens die diakonische Berufung zu erkennen; d.h. sich in ein Leben nach dem Bild des dienenden Christus einzuüben, diakonische Aufgaben in der Gemeinde zu reflektieren und sich auf das Leben und den Dienst des Diakons in Ehe und Familie, Beruf und Gemeinde vorzubereiten.

Die Ausbildungsveranstaltungen finden im Institut (IDP) statt.

 

Zu den Inhalten gehören: Im 1. Ausbildungsjahr

- Die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte – Einführung in das Neue und Alte Testament – Dienen und Dienst im Neuen Testament (NT) – der Diakonat(in) der Kirche - Diakonat: geschichtliche Entwicklung; Konzept des Bistums Münster - Das Gebet der Kirche – Diakonie und Caritas – Kath. Soziallehre - Theologie der Gemeinde – Besinnungswochenende

Im 2. Ausbildungsjahr: - Einführung ins Lesejahr – Lektorenschulung und Einführung in die Verkündigung – Predigtvorbereitung – Familiensonntag – Realität und pastorales Konzept der Heimatgemeinde – Diakonale Gemeinde – Nöte wahrnehmen: Leben mit der Sucht – Besinnungswochenende

 

Im 3. Ausbildungsjahr: Einführung ins Lesejahr – Aufgaben des Diakons in Gemeinde und Gesellschaft – Grundformen des Gesprächs – Helfendes Gespräch – Krankenpastoral und Sterbebegleitung

Familiensonntag mit Erteilung der Admissio – Studienwoche zum Thema Ehe und Familie – Predigtvorbereitung I – Theologie und Spiritualität – Besinnungswochenende

 

Im 4. Ausbildungsjahr: Einführung in das Johannes-Evangelium –

Aufgaben des Diakons in der Liturgie der Kirche – Predigtvorbereitung II - Eherecht – Ehebegleitung und Familienpastoral – Taufpastoral – Als Diakon mit Zivilberuf in Ehe und Familie, Beruf und Gemeinde – Weiheexerzitien –

 

 

Diakonenweihe

 

Die Ehefrauen sind zur Teilnahme am Diakonatsbewerberkreis eingeladen.

 

3. Einsatz: Der Diakon mit Zivilberuf ist Diakon in den Bereichen, in denen er lebt: in Ehe und Familie, Beruf und Gemeinde. Der bewusste und verantwortliche Umgang mit der zur Verfügung stehenden Zeit, mit den Erwartungen der Menschen in ihren Lebensbereichen und mit den persönlichen Begabungen ist Voraussetzung für das Gelingen des Lebens und des Dienstes eines Diakons.

Deshalb legt der Diakonatsbewerber nach Gesprächen mit allen Beteiligten eine Aufgabenbeschreibung vor, die für die Zeit nach der Weihe Orientierungen und Impulse zur begleitenden Praxisreflexion gibt.

 

 

In der Gemeinde soll der Diakon Aufgaben in den drei Grunddiensten übernehmen:

  • Die Diakonie ist der Schwerpunkt des Diakons: Fördern von Besuchsdiensten (Neuzugezogene und Kranken); Caritasarbeit: Kontakt und Begleitung von Flüchtlingen oder Alleinerziehenden, Behindertenarbeit u.a.m.

  • Liturgie: Taufe spenden, Begräbnisfeier, Tauf- bzw. Trauergespräche, Assistenz bei Trauungen, Leitung von Wortgottesdiensten, auch mit sakramentalen Segen.

  • Verkündigung: Gespräche mit Gruppen und Einzelpersonen, Predigerdienst, Sakramentenkatechese (Firmung usw.)

Regelmäßige Dienstbesprechungen sind Voraussetzung für die Zusammenarbeit in der Gemeinde.

Der Diakon erhält eine monatliche Pauschale (z.Z. 150 €) für die anfallenden Kosten.

 

 

4. Bewerbungen: Bewerbungen sind bis zum 31.10. eines jeden Jahres zu richten an das IDP

Goldstrasse 30 – 48147 Münster – Tel.: 0251/92 81 01

Ab dem 01.09. finden Informations- und Vorstellungsgespräche nach telefonischer

Vereinbarung statt.

 

Erste Informationen sind

auch möglich bei:

 

Diakon Giselher Gabel

Gertrudenstrasse 4

46414 R H E D E

Fon: 02872/981023

Fax: 02872/981025

diakon@ggabel.de


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